Ab Mai 2019 findet in Österreich bereits zum ~4 Mal in Kooperation mit der BSPA Bundessportakademie (Linz) die staatlich anerkannte Instruktorenausbildung zu Parkour und Freeruning statt.

Fabian und Fitsch aus der Wiener Parkourszene nehmen an diesem Lehrgang Teil und haben sich dankenswerterweise bereit erklärt über ihre Erfahrungen im Zuge der Instruktorausbildung zu berichten. Der Kurs findet in mehreren geblockten Teilen über mehrere Wochen verteilt statt.

Danke an Fabian und Fitsch an dieser Stelle für die Zeit und Mühe die in diesen Bericht geflossen ist!!

@fabian_janicek

@sprungeheuer

Intro

Liebe Leserinnen und Leser,

ich (Fabian, 25, Single 😉 ) habe in der Woche vom 13.05.2019 bis 17.05.2019 (16.05.2019 in meinem Fall, da ich einen Tag früher abreisen musste) am ersten Teil der Parkour und Freerunning Instruktor Ausbildung der BSPA Linz (Bundessportakademie Linz) teilgenommen. Hier schildere ich meine Eindrücke.

Vorweg möchte ich noch sagen, dass ich kein Schreiber bin und diesen Artikel auf die Bitte, vom lieben Alex hin, schreibe. Also jeder der sich jetzt ein literarisches Meisterwerk erwartet, sollte diesen Text weglegen und lieber einen anderen Text lesen (meine Empfehlung wäre “Faust” von Göthe).

Allgemeine Informationen zum Kurs

Bevor ich näher auf die Inhalte des Kurses eingehe, werde ich noch allgemeine Informationen zur Ausbildung geben. Die Ausbildung besteht aus vier Kursteilen die jeweils vier oder fünf Tage lang dauern. Wie oben schon erwähnt, wird die Ausbildung von der BSPA Linz im Olympiazentrum veranstaltet. Am Ende der staatlichen Ausbildung wird das Wissen in Theorie und Praxis geprüft. Also ist es voraussichtlich eine halbwegs ernst zu nehmende Prüfung und keine Freunderlwirtschaft. Die Ausbildung selber ist auch staatlich gefördert und kostet daher nur 95€ für alle vier Kursteile inklusive Skripten. Die Grundvoraussetzungen um an der PK & FR Instruktor Ausbildung teilzunehmen sind eine abgeschlossene Übungsleiterausbildung (vorzugsweise ÜL für PK & FR, aber ÜL für Trendsportarten geht auch), ein ärztliches Attest (das bestätigt, dass man gesund und fit ist) und zu guter Letzt das Bestehen der Aufnahmeprüfung.

Zudem muss ich hier noch anmerken, dass die Parkour Praxiseinheiten alle indoor unterrichtet werden und der methodische Übungsaufbau auf ein Hallentraining ausgelegt ist. Was man davon dann in den Trainings- bzw. Unterrichtsalltag mitnehmen kann, wenn man vorrangig outdoor unterrichtet, bleibt dahingestellt.

Erster Kursteil

Der erste Kursteil hat mit einer kleinen praktischen Aufnahmeprüfung begonnen, die für jede halbwegs fitte Person, die sich mit dem Sport Parkour & Freerunning ein bisschen beschäftigt hat, kein Problem darstellen sollte. Zuerst muss ein Hindernislauf auf Zeit bewältigt werden. Danach muss jeder Teilnehmer zeigen, dass er/sie die Basic-Vaults beherrscht (Speed-Step/Safety Vault, Kong, Dash, Lazy, Reverse und Speed Vault). Nach den Vaults werden noch Präzisionssprünge auf eine Linie demonstriert und Parkour-Rollen abgeprüft. Bei den Parkour Bewegungen geht es im allgemeinen darum zu zeigen, dass man diese Bewegungen kontrolliert und fehlerfrei ausführen kann. Diese sollte aber nach einem erfolgreich abgeschlossenen Übungsleiter für PK & FR (Grundvoraussetzung für den Instruktor) wohl jeder Teilnehmer können. Zum Abschluss müssen alle Anwärter noch ein Seil hochklettern (Männer ohne Beine, Frauen mit Beinen). Die Aufnahmeprüfung haben alle ohne Probleme gemeistert.

Wie schon erwähnt lässt sich die Ausbildung einerseits in Theorie und Praxis gliedern und andererseits in “allgemein” und “speziell” (Parkour spezifisch) unterteilen. Die speziellen Teile wurden über die ganze Woche von Martin Friedrich (Team Obsession, im Artikel kurz Martin) geleitet.

Aufnahmeprüfung und Tag 1

Nach der Aufnahmeprüfung haben wir gleich mit einer speziellen/parkourspezifischen Praxiseinheit begonnen, bei der es um die Vermittlung fortgeschrittener Techniken der Hindernisüberwindung (Dive Kong und Double Kong) gegangen ist. Dabei haben wir zu den beiden Übungen jeweils einen methodischen Übungsaufbau von Martin gelernt. Er selber hat dazu gemeint, dass dieser Aufbau nur ein Vorschlag ist und wir es auch gerne anders machen können. Meiner Meinung nach war der Aufbau bei beiden Übungen sehr gut, aber zu detailliert und langatmig. Also sehr gut sofern man Bewegungslegastheniker unterrichtet. Nachdem es bei diesen Techniken um fortgeschrittene Hindernisüberwindungen geht, mache ich das natürlich nur mit einer Gruppe von Schülern die schon genügend sportspezifische Bewegungserfahrung hat um die beiden Übungen schneller zu erlernen. Falls ich dann doch einmal einen Schüler habe der nur Tourist in seinem Körper ist (also unterdurchschnittlich wenig Kontrolle über seinen Körper besitzt) bin ich Martin sehr dankbar für diesen Aufbau (Martin, falls du das liest: du bist ein leiwander Kerl und ich hoffe, dass du dich damit nicht persönlich angegriffen fühlst. Das ist nur meine Meinung und die ist nicht immer die kompetenteste Meinung, kennst mich ja eh; Bussi ;-*). Die Stunde haben wir dann noch mit einem Spiel zum Thema Flow beendet. Wie oben schon erwähnt ist es fraglich wieviel man von diesen methodischen Übungsaufbauten outdoor auch umsetzen kann, wenn man nicht dasselbe Equipment hat wie in einer Turnhalle.

Damit war der Montagvormittag einmal abgeschlossen. Über die Theorie und Praxiseinheiten der folgenden Tage (Montag bis Donnerstag, wie oben erwähnt musste ich Freitag leider schon fahren und konnte nicht mehr am Kurs teilnehmen) werde ich nicht ganz so detailliert berichten. Die theoretischen Einheiten in diesen Tagen waren: Sportgeschichte, allgemeine Trainingslehre, allgemeine Bewegungslehre, Betriebskunde, Seminar für Fachfragen (Sicherheit), Sportpädagogik/Sportmethodik, Sportbiologie, Dopingprävention und Deutsch (Kommunikation) für Nicht-Maturanten.

Atmosphäre

Bevor ich einen kurzen Einblick in die einzelnen Theorieeinheiten gebe, will ich allgemein sagen, dass es die Vortragenden geschafft haben ihre jeweiligen Inhalte sehr gut zu präsentieren. Damit meine ich einerseits die Art und Weise wie es erklärt wurde und andererseits die Atmosphäre, also gelegentliche Witze der Vortragenden und Teilnehmer, die die Stimmung eher locker gehalten haben. So locker wie es sein kann wenn Wissensvermittlung an erster Stelle steht (es ist ja immerhin ein staatlich geprüfter Kurs). Die Teilnehmer hatten jederzeit die Möglichkeit Zwischenfragen zu stellen. Sowohl bei Unklarheiten zum Thema, als auch wenn das Interesse bzw. die Frage eines Teilnehmers über den Kursstoff hinausgegangen ist. Kurz gesagt: Gute Atmosphäre und kompetente Vortragende. Ein Lob an die Organisation des Instruktor-Kurses und die Vortragenden der BSPA Linz.

Location

Das Olympiazentrum ist eine gut gewählte Location und solange man nicht auf ihr Dach klettert auch sehr umgänglich und freundlich. Ich möchte an dieser Stelle noch anmerken, dass ich bereits ein Jahr Sport studiert habe und auch andere Ausbildungen im Bereich Sport und Fitness absolviert habe. Also habe ich einen Großteil vom Stoff davor schon einmal gehört, was es mir natürlich leichter macht Inhalte zu verstehen. Trotzdem glaube ich, dass andere Teilnehmer, die sich mit diesen Themen noch nie beschäftigt haben, es auch sehr gut verstanden haben. Außerdem habe ich mich mit meinen Kommentaren, sofern sie qualifiziert waren, ab und zu wie ein Streber gefühlt (in der Schule war ich eher das Gegenteil). Die unqualifizierten Kommentare meinerseits waren Größenteils dumme Witze, die gut aufgenommen wurden (danke für die Geduld an meine Kollegen und die Vortragenden).

Theorie

Jetzt gehe ich noch kurz auf die wichtigen Theorieteile der ersten Kurswoche ein:

  • Sportgeschichte war nur eine sehr kurze Einheit mit einem kleinen allgemeinen Teil und einem längeren speziellen Teil. Im speziellen Teil wurde die Geschichte von Parkour genauer behandelt. Ich werde nicht die ganze Geschichte von Parkour und Freerunning erzählen, sondern nur die üblichen Namen auflisten die mit der Entstehung der Sportart in Verbindung gebracht werden: Georges Herbert/Methode Naturelle, Raymond Belle, David Belle, Sebastien Foucan und Yamakasi. Um die ist es natürlich bei uns hauptsächlich gegangen.
  • Allgemeine Trainingslehre und allgemeine Bewegungslehre haben sich mit den konditionellen Fähigkeiten (Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Schnelligkeit), den koordinativen Fähigkeiten (Gleichgewichtsfähigkeit, Rythmisierungsfähigkeit, Differnzierungsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit usw.)  und sensomotorischen Fähigkeiten bzw. Sensomotorik (wobei Sensomotorik und Koordination sehr eng beisammen liegen) auseinandergesetzt. Also genauer gesagt wie man diese Fähigkeiten trainieren kann.
  • Im Fach Betriebskunde haben wir alles Mögliche über Vereinsrecht, Betriebsrecht und Steuerrecht erfahren. Der Vortragende war selber Steuerberater und konnte uns auch für unsere persönlichen Situationen ein paar Fragen beantworten.
  • In Sportbiologie haben wir die Basics von Anatomie vorgetragen bekommen. Da hatten wir zwar nur eine Einheit, aber es kommt mit Sicherheit noch mehr in den nächsten Kursteilen.
  • Genauso in Sportpädagogik/Sportmethodik. Da haben wir das Thema ein bisschen angeschnitten, werden aber in den weitere Kursteilen sicher noch tiefer in die Materie eintauchen.

Alle weiteren Theoriefächer, die ich jetzt nicht explizit angeführt habe (Dopingprävention, Seminar für  Fachfragen (Sicherheit) und Deutsch (Kommunikation) für Nicht-Maturanten), waren Nebenfächer. Wobei ich zu Deutsch (Kommunikation) für Nicht-Maturanten nichts sagen kann, da nur Kursteilnehmer ohne Matura (ich habe eine Matura, sollte aber klar sein nachdem ich oben erwähnt habe, dass ich ein Jahr lang Sport studiert habe) an diesem Fach teilnehmen mussten (acht Jahre Schule haben doch etwas gebracht, eine Stunde weniger im Instruktorkurs sitzen).

Praxis

Nach dem Theorieteil kommt noch der Praxisteil dieser Kurswoche bzw der vier Tage, die ich anwesend war. Insgesamt hat es vier Einheiten gegeben.

Die erste Einheit war ein spezieller/parkourspezifischer Teil mit Martin auf den ich oben schon eingegangen bin. Die anderen drei Teile haben sich mit Sensomotorik beschäftigt. Also im Prinzip mit der Ausbildung der koordinativen Fähigkeiten. Dabei hatten wir in den unterschiedlichen Einheiten jeweils andere Schwerpunkte. Die Schwerpunkte waren Kopplungsfähigkeit (unterschiedliche Bewegungen miteinander zu verbinden), Gleichgewichtsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit (beide selbsterklärend). Wobei natürlich immer mehr als nur eine koordinative Fähigkeit geübt wurde. Zum Abschluss hatten wir noch die Möglichkeit uns in Kleingruppen auf unterschiedlichen Stationen selber kreative Aufgaben zu überlegen die uns persönlich koordinativ bzw. sensomotorisch fordern.

Der letzte Tag der Ausbildung gestaltete sich wieder parkourspezifisch. Martin übernahm ganztags die Kursleitung. Im theoretischen Teil zu Organisation des Sports wurden aktuelle Thematiken wie Wettkämpfe, Fachverband (ÖPFV) in Zusammenhang mit der FIG Thematik und Ausbildungsstrukturen besprochen. Im Anschluss fand noch eine Einheit zur speziellen Pädagogik statt, welche sich mit Risiko und Risikowahrnehmung, Persönlichkeitsentwicklung, Wahrnehmungs-/Problemlösungskompetenz sowie verschiedenen Lern- und Lehrmethoden im Bereich PK/FR beschäftigte. Wiederum sehr kompetent und didaktisch wertvoll vorgetragen.

Der restliche Tag war praktisch und vom methodischem Übungsaufbau von Backflip, Palmflip, Gainer und Back Full im Turnsaal bestimmt, wobei für jede Bewegung verschiedene Aufbauten für ein erleichtertes Erlernen sowie spezifisches Sichern erklärt und ausprobiert wurden.

Vielen Dank, an alle die es geschafft haben bis hier her dran zu bleiben. Ich hoffe, dass dieser Artikel euch einen kleinen Einblick in den Ablauf der Parkour & Freerunning Instruktor Ausbildung gebracht hat. Nach dem zweiten Kursteil, Oktober 2019, werde ich diesen natürlich auch wieder zusammenfassen.

Vielen Dank auch an Fitch (bzw. Fitsch, wie er sich selber schreiben würde) für seine Zusammenfassung vom letzten Tag, an dem ich ja, wie oben schon gefühlt 20 mal erwähnt, selber nicht teilnehmen konnte.

Liebe Grüße,

Fabian

Recently I was asked “What motivates you as a coach?”. It was before a guest coaching for Movement Creative in New York in 2019. I wrote my answer and I thought ok, if I am going to do this I am going to do it right (meaning long lol ). So here it is. Why do I coach you ask?

When I started in 2004 I was one of 5 people in the whole country. Teaching was a necessity back then rather than a choice as beginners were approaching us frequently. It was natural that we tried to keep people from making our mistakes. It was natural to help them progress faster than we did (in terms of technique) and to pass on what we learned and experienced.

From this necessity a passion for teaching and coaching was born. This went together with my constant reflection on what parkour is for me and how I try to transport it. This correlates strongly with the low amount and quality of information that was available to practicioners at these times.  To me parkour has changed a lot of times. And the more I got to train with more experienced people or whenever I had the chance to learn directly from the founders the more it changed. It impacted my own parkour and my coaching too.

Fast forward to 2013. I did a 6 month internship (study related) at PKGen in London. In the last 1-2 months I also assisted in teaching their classes. Children, adults, anything really. This was also the time I did ADAPT, but not because this cert means anything in Austria but because I was trying to grasp all the knowledge I could. Btw. I am aware of the influences of Streetmovement on ADAPT and I am aware that other organisations have totally different approaches than PKGen. And they are all valid to me. (a shout out at this point to PKOne for example from Germany)

When I came back from London I tried to share what I had learned. I still want to  think I am partly responsible that coaches in Austria make sessionplans these days, that they know why a proper warmup is good for you and that parkour can´t be solemly taught indoors. These are basic things but information was so rare. A few years back from London a colleague and me started Parkour Austria, a parkour company. We offered classes and workshops amongst other services. I was teaching a few times a week. I stepped back from PK Austria end of 2018 but I still enjoy teaching.

Why? Because I still think parkour is one of the most amazing and versatile activities out there. I still think it is inclusive and can be practiced by anyone no matter what. (One of my students was blind and deaf btw. You can read about our sessions here:

https://www.we-trace.at/2018/11/22/novision_nohearing_parkour/

My motivation to coach has not changed over time but maybe the demand has. I am not sure if what I teach is demanded or if people actually care, but I am here and with me is the history of my parkour.

The way you present yourself as a coach has a direct impact on the experience your participants will have during a Parkour class. Read more

Insights into the possibilities of coaching parkour – experiences.

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The following article and the interview are the result of a private session with a client. At this point I want to express a big thank you for doing the interview with me. My deepest respect goes to M. and her day to day accomplishements. – The german version of this article can be found here: https://www.we-trace.at/2018/11/22/parkour-ohne-sehen-und-hoeren

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Intro

M. gradually lost her sight when she was 10 – 13 years old. A few years after that she lost her sense of hearing. Ever since M. can´t see nor hear and has to rely on her other senses. She is 25 years now, studies law and approached me with the wish to try parkour.

Preparation

The biggest concern was communication. How do you communicate if you cannot talk or show what you intend to? How do you give feedback as a coach? I knew it was possible to write short words into M.’s palm but that would be a very limited way of communicating. I decided it would be best to outline the session beforehand so M. will know what will be going on during the training, what exercises will await her roughly and why we will be doing them. In written form and through the assistance of a special keyboard M. can read Braille on her computer. During the session I would rely on touch/and 1 word input through her palm.

Session

I planned the session in 3-4 parts:

Balance

Have you ever tried standing on one foot and closing your eyes? – Then you know it is hard as hell to keep your balance. For M. the heightened difficulty of balancing with no sight is her everyday life, so working on it came natural. We went to a spot with a huge circle of small bars. A bar is 3 steps long with a one step gap followed by the next bar-element. I gradually increased difficulty and it was inspiring to see how M. coped. In the beginning, it was all about standing on the rail with my assistance (both hands). After a while, and after taking a few steps, the distance she could walk was getting bigger. As the need for assistance decreased, we gradually removed one of my hands, leaving her with 1 hand to hold on. In terms of communication I introduced a small and quick double-squeeze of her hand to indicate that her next step would have to be bigger due to the gap between the bars. After a few failed tries she managed and the squeeze became a sort of warning for the rest of the session.

Spatial awareness I and movement memory

After balancing, we went to a set of short walls that formed a tight and enclosed space. The space was not bigger than 5×5 meters, much like a small room cramped with a couch and other potential obstacles. M. knew what the aim was, but I did not tell her exactly how the exercise would be. I guided her to the first wall and swiped across her palm in my direction. I don´t know if that was helpful but she sure did understand to follow me. I laid out a way for us. First it was simple without any special moves, just using the walls as a guide rail entering the “maze” and exiting it again. After a few rounds, I introduced the possibility to cross over walls, thus changing the way we did. M. managed automatically with a (most of times) controlled step-vault. We did a few rounds of the new line, me gradually and intently moving away from her, not providing her with much guidance. At some point I waited for her at the start and wrote in her palm “ALONE”: meaning, she should go for it on her own for the first time. M. remembered all the corners, all the direction changes, all the dangers (screws sticking out of the walls, uneven floor,…). She moved swiftly and followed the path perfectly. I moved with her, but she didn´t know. It was just in case she fell, so I could spot her.

Spatial awareness II

The next part took place on a concrete wall that went from ground level up to neck height. 2 feet wide and about 40 meters long, forming a route that went around a set of trees. The aim was to get M. to walk the whole thing alone navigating the edges of the wall with her feet, preventing a fall by doing so. Most blind people use hands and their stick to navigate, usually (this is just my observation) dragging their feet behind. I remember one of my first sessions training blind on intent with Phil from Germany, who visited Linz back in the days. It was pouring rain and Phil introduced me to blind training along a given route (with sharp drops in some places, should we fall). I was shit scared but we worked it out and we got pretty fast at the route after several tries. A technique we used was the one I wanted to show M.. We had the weight on the back foot quickly scanning the area in front of us with the front foot. If we hit concrete, we knew we could step there, if we felt the edge we knew the drop was there. For M. the exercise was hard, because parkour people are used to moving on the balls of their feet. For someone with no experience in parkour the heel is where the weight is, so navigating with the front foot was hard because the weight was already on it. I think this can be trained and will be of benefit. So this was my feedback I gave M. in the end as well.

Strength training

The last part of our session was exhausting. Climbing down and up a set of four walls. It was a straight line but for M., who mainly moves on flat surfaces, it was exhausting. I hope we broke a little barrier by ascending and descending these walls and I hope it gave her confidence in her skills and a sense of what she is capable of.

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Interview

Can you tell us more about your illness and how it developed? To my knowledge you were in good health until the age of 10. What happened?

In my early childhood I got diagnosed with Retinitis pigmentosa. According to stories, I stumbled a lot since I was four years old. I seemed to could not make out obstacles. Our latest guess is that the illness was caused by a failed vaccination. I haven´t really sensed anything wrong with me then, but the worse it got the more scared I seemed to have gotten as a child. One of my earliest childhood memories is me sitting on the street on a summer day, observing ants – I could practically count them. Or another time, when I was driving to my grandparents place in an evening and where we came across a church that was lit. It was disturbing for me that I slowly couldn’t see that anymore. And yet, my brain has treasured all these memories, as if I had known back then that at some point memories is all that I will have left.

Until the age of 10 I could see comparably normal but it was already bad at that time. But I had a sort of vision where I could see blurred outlines and where I could work with conventional writing. A year later this was not possible anymore and I had to learn Braille (something that felt easy to me). I sometimes wonder, if my eyes lost their training once I used Braille and if that´s the reason my vision faded so rapidly after that.

As far as I know the weakened sense of hearing is part of the illness. This has developed slower though. The acute hearing loss (Hörsturz) came 2011.

How did you get the wish to try out parkour?

Over the internet. Coincidently I stumbled across parkour on a website and was fascinated. I have read a lot about it and the wish to try it came soon. I did not have any hope of being able to try parkour at all, but after having shared this wish with a friend of mine one led to the other. In May I got a glimpse of parkour, when a friend of that friend showed me. Shortly after that I found the link to your website (Parkour Austria).

What were your expectations for your first parkour training?

I´ll be honest, I had little expectations. As mentioned, I was rather skeptical because I had no idea if it would work at all. But I have to say I am reliefed and satisfied that everything worked out well in the end.

What is your impression of your first parkour training?

I have the feeling of repeating myself 🙂 – As said, I was surprised that it worked out that well. For instance, the weather was not the best, but I barely noticed it during the session. I was focussed and in the moment and could switch off for 1,5 hours. In my everyday life that is quite hard to do, that´s also why I enjoyed this time so much. Sure, communication is a bit complicated and it’s hard to do everything as intended, but I have the feeling this will improve over time.

Is there anything else you want to say?

I hope to do Parkour regularly now. It has gripped me and I´d be happy to make it a hobby I can do besides my studies. I am happy with this first chance of trying parkour. THANK YOU!

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Ein Einblick in die Möglichkeiten mit Parkour zu unterrichten – Erfahrungen.

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Der folgende Artikel mit nebenstehendem Interview ist aus einem Privattraining mit einer Klientin entstanden. Ich möchte an dieser Stelle meinen Dank für die Bereitschaft zum Interview ausdrücken und meine Hochachtung vor dem was M. in ihrem täglichen Leben leistet. Der Artikel findet sich hier auch auf Englisch: https://www.we-trace.at/2018/11/22/novision_nohearing_parkour

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Intro

Als M. 10 Jahre alt war, verlor sie über einen Zeitraum von ca. 3 Jahren allmählich ihren Sehsinn. Mehrere Jahre danach verlor sie ihren Hörsinn. M. ist 25 Jahre alt, studiert Recht und kam mit dem Wunsch Parkour auszuprobieren auf mich zu.

Vorbereitung

Die größte Herausforderung war Kommunikation. Wie verständigt man sich, wenn man weder sprechen noch (vor-)zeigen kann? Wie gibt man als Coach das richtige Feedback? Ich wusste, dass man einfache Wörter in M.´s Hand schreiben kann, aber diese Kommunikationsform hat deutliche Grenzen. Um M. bestmöglich auf das kommende Training vorzubereiten, entschloss ich eine Grobfassung meines Trainingsplanes zu verschriftlichen. So sollte sichergestellt werden, dass M. weiß worauf sie sich einlassen wird. In schriftlicher Form kann M. mit der Hilfe einer speziellen Tastatur Braille am Computer lesen. Während des Trainings würde ich mich auf Berührungen und Ein-Wort-inputs in M.´s Handfläche verlassen.

Session

Das Training wurde in 3-4 Teilen geplant:

Balance

Wer schon einmal probiert hat auf einem Bein zu stehen und dann seine Augen zu schließen, weiß wie schwer das ist. Für M. ist der Verzicht auf den Sehsinn und damit die stark erhöhte Schwierigkeit der Balance Realität. Diese Situationen aktiv zu trainieren war eines meiner Ziele. Wir gingen zu einem bekannten Spot, der aus einer großen Kreisformation aus ca. 3 Fuß langen Stangen besteht, die in Abständen von jeweils ca. 1 Fuß zueinander stehen. Das Stehen auf der Stange unter Zuhilfenahme beider meiner Hände war schnell gemeistert. Nach und nach bekam M. das Selbstbewusstsein mehrere Schritte zu setzen, auch wenn das mit den „Löchern“ im geplanten Weg schwierig war. Die Veränderung der Hilfestellung erhöhte den Schwierigkeitsgrad zudem erneut, als ich mich zur Seite bewegte und eine Hand entfernte. Über die Übung hinweg etablierte sich außerdem eine Art Warnzeichen, ein doppeltes kurzes Drücken beider Hände, um M. auf einen nahenden Spalt (also das Ende eines Stangenelementes) hinzuweisen. Dieses Zeichen sollte sich über den Rest des Trainings bewähren.

Räumliche Wahrnehmung I und Erinnerungsvermögen

Ein Spot, der aus 6-8 Betonelementen bestand, formte einen kleinen abgeschlossenen Bereich. Nicht größer als ein 5x5Meter Wohnzimmer. In diesem Bereich, den wir zuerst behutsam erkundeten, legte ich M. Routen vor, die sie gegen Ende der Übung hin selbstständig wiederholen sollte. Durch das anfängliche Erkunden und vertraut werden mit dem Spot, wusste M. sehr schell über jede Unebenheit und jede Mauer Bescheid. Nachdem ich anfangs vorausgegangen war, überließ ich ab einem gewissen Zeitpunkt M. die Navigation durch den kleinen Bereich. Dabei wiederholte sie Routen, die wir zuvor gemeinsam begangen sind. Manchmal führten diese Routen auch über Mauern, die sie wie von selbst unter Anwendung von kontrollierten Step-Vaults hinter sich ließ. Bei dieser Übung kam schnell zum Vorschein, dass M. über ein starkes Erinnerungsvermögen und eine geschulte Raumwahrnehmung verfügt, denn auch ich hatte in der Vorbereitung der Session an mir selbst getestet, wie es ist, ohne Sehsinn die geplanten Routen zu gehen.

Räumliche Wahrnehmung II

Auf einem ca. 40cm breiten Mauersims, der in verschiedenen Höhen um ein Baumbeet gelegt wurde, sollte M. selbstständig um den Baum navigieren, ohne von dem Sims zu fallen. Dabei war der Fokus auf die Nutzung der eigenen Füße als Tastorgan zum Erkennen der Ecken und Kanten und somit dem Vermeiden eines Falls. Die meisten Blinden (meine Beobachtung) verlassen sich eher auf Hilfsmittel wie den Blindenstock oder die eigenen Hände. Die Füße spielen dabei eine eher nebensächliche Rolle. Für M. war das Vortasten mit den Füßen anfänglich schwierig, da das Gewicht meist auf der Ferse platziert war. Somit war ein Herantasten an den Untergrund ohne gleichzeitig das Gewicht auf den tastenden Fuß zu geben schwierig. Für Parkourtrainierende ist es normal, sich auf den Fußballen zu bewegen, und auch jene Parkourleute mit denen ich eine ähnliche Übung gemacht habe, nutzten ihre Fußballen zum Tasten ohne das Gewicht auf den tastenden Fuß zu geben. Erst wenn die Zone vor dem Fuß als sicher erachtet/ertastet wurde, wird der Schritt gesetzt und der Prozess wiederholt. Ich hoffe, dass diese Übung zur Meisterung des Alltags von M. relevant war.

Krafttraining

Der letzte Teil der Session war anstrengend. In einer geraden Linie wurden 4 Mauern nach unten überwunden um sich danach wieder nach oben zu kämpfen. Für jemanden, der sich meist auf flachem Terrain bewegt eine schwierige Aufgabe. Ich hoffe jedoch, dass das Überwinden dieser Mauern einen Beitrag zu einem stärkeren Selbstbewusstsein geleistet hat, vor allem wenn es darum geht zu evaluieren wozu man selbst in der Lage ist.

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Interview

Kannst du uns kurz etwas zu deinem Krankheitsverlauf erzählen? Meines Wissens nach warst du bis zu deinem 10. Lebensjahr gesund? Was ist passiert?

Bei mir wurde in frühester Kindheit Retinitis pigmentosa festgestellt (heißt inzwischen anders). Laut Erzählungen bin ich schon mit vier Jahren durch die Gegend gestolpert, habe Hindernisse nicht wahrgenommen etc. Unsere jüngste Vermutung ist, dass die Erkrankung durch eine schief gegangene Impfung verursacht wurde. Ich habe das alles aber am Anfang gar nicht so wahrgenommen und mir auch nichts weiter gedacht, obwohl ich mit zunehmender Verschlechterung immer verängstigter gewesen sein dürfte. Eine meiner frühesten Kindheitserinnerungen ist, dass ich im Sommer auf der Straße sitze und Ameisen beobachte – ich konnte sie praktisch zählen. Oder wenn ich abends zu meinen Großeltern gefahren bin, führte der Weg an einer Kirche vorbei, die abends/nachts immer beleuchtet war. Dass ich das alles dann nach und nach nicht mehr sehen konnte, war schon verstörend. Und doch hat mein Gehirn viele dieser Erinnerungen abgespeichert – so als hätte es schon damals gewusst, dass mir irgendwann nichts anderes mehr bleibt als die Erinnerungen.

Bis zu meinem 10. Lebensjahr konnte ich noch vergleichsweise gut sehen, obwohl es natürlich schon damals ziemlich schlecht war. Aber immerhin hatte ich noch einen Sehtest und konnte verschwommen Umrisse ausmachen und sogar noch mit der normalen Schrift arbeiten. Aber ein Jahr später ging das alles dann nicht mehr und ich musste anfangen, die Brailleschrift zu lernen (was mir ziemlich leicht gefallen sein dürfte). Ich frage mich manchmal, ob es an der Tatsache liegt, dass meine Augen nicht mehr “trainiert” wurden, sobald ich begonnen habe, die Brailleschrift zu lernen, und deshalb die Sehkraft dann relativ schnell nachgelassen hat.

Soweit ich das verstanden habe, gehört die Hörschwäche zur Krankheit. Die hat sich allerdings deutlich langsamer verschlechtert. Der große Hörsturz kam erst 2011.

Wie bist du auf die Idee gekommen Parkour auszuprobieren?

Tatsächlich übers Internet. Ich bin rein zufällig auf einer Seite darüber gestolpert und war sofort fasziniert, habe dann einiges darüber gelesen und immer mehr den Wunsch gefasst, das selbst einmal auszuprobieren. Ich hatte aber lange Zeit nicht wirklich Hoffnung, dass das überhaupt gehen könnte, habe mich dann aber doch mal einer Freundin damit anvertraut und so kam dann eines zum anderen. Ich habe im Mai einmal kurz bei einem Bekannten dieser Freundin reingeschnuppert und später dann den Link zu eurer Homepage erhalten.

Welche Erwartungen hattest du an dein erstes Parkour Training?

Ehrlich gesagt bin ich eher ohne große Erwartungen an die Sache herangegangen. Wie schon erwähnt, war ich eher skeptisch, weil ich nicht wusste, ob das überhaupt klappen kann. Aber ich muss sagen, dass ich hinterher mehr als zufrieden und auch erleichtert war, dass es dann doch so gut funktioniert hat.

Welchen Eindruck hattest du von deinem ersten Training?

Ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich mich ständig wiederhole 🙂 Wie gesagt, ich war überrascht, dass es so gut funktioniert hat. Es waren beispielsweise nicht die besten Wetterverhältnisse, aber das habe ich während des Trainings kaum wahrgenommen. Ich war konzentriert und ganz bei der Sache, konnte für 1,5 Stunden komplett abschalten und einfach im Moment leben. Das ist im Alltag eher schwierig, daher habe ich die Zeit wirklich sehr genossen. Klar, mit der Kommunikation ist es etwas schwierig und sicher nicht leicht, alles so zu machen, wie es sein sollte. Aber ich denke, mit der Zeit würde sich das immer besser einspielen.

Gibt es irgendetwas was du sagen möchtest?

Ich hoffe, dass ich Parkour ab jetzt möglichst regelmäßig machen kann. Es hat mich einfach gepackt und ich würde mich freuen, wenn das ein Hobby werden könnte, das ich neben meinem Studium regelmäßig betreiben kann. Auf jeden Fall bin ich sehr dankbar, dass mir diese Chance auf das erste Training gegeben wurde. DANKE dafür!

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What follows is the first review of one of the original participants from Night Mission III that I hosted in July 2016 in Vienna. Enjoy the read!

Night Mission III

Let’s face an inconvenient truth: Regular life is boring, about 95 % of the time. Wake up, eat, work, eat, wash the dishes, sleep, repeat. Yes, there’s the time with our loved ones that no one will want to miss, but apart from that? Repetition. “Groundhog Day” all over again.

For me, sports in general and parkour in particular is a form of breaking out of this routine. As long as I am moving forward, I am out of the comfort zone – I have to interact with my surroundings, their form dictates my options. And sometimes, this urge for getting out of the day-to-day-habit sends me off to events that challenge me even further. I’ve done several OCRs like Spartan Race, Wildsau Dirtrun and others. The Night Mission III was a whole different kind of thing, and I’m still not entirely sure what I experienced – but it was awesome.

Starting things off with nine people (including Alex, our guide for the night) in Heiligenstadt, we were all a bit anxious. Nobody except Alex and Christian – who stood in as instructor for Alex at some of the challenges – had ever been on a Night Mission before, and we did not really know what to expect. Right off the bat, Alex told us that the Mission was going to last for nine hours in total. A little more than I had anticipated, since I thought it ended at sunrise, which would have been two hours earlier. But well, it was too late to change my mind (not that I wanted that) and we set off into the night.

What followed was a well planned series of tasks along a certain subway line that in my opinion seldom had really a lot in common with “classic” Parkour movement. Only one challenge asked for continuous, flowing movement for five minutes in a row, which of course looks best if done with panache and a few pres and kongs. Apart from that, there was climbing, daring, endurance and a whole lot of teamwork excercises. In a smart move, Alex made sure that we changed partners for almost every task he threw at us. This way we could not stick to people we already knew, but had to get acquainted with all of our team – and I am very grateful for that, since they were a lovely bunch. See, there is a sense of cameraderie (even though I do not really like this word) between people that have shared a whole night of continuous movement, mental and physical challenges as well as a lot of smiles. Smiles and seldom loud laughs, mind you – because we’re ninjas, dammit! And come morning, I did feel a bit ninja. A thoroughly beaten ninja, mind you; I would not recommend this whole shenanigans to ill-prepared people. Run a few training rounds, scrape your knees in basic Parkour movement practice, maybe climb around a little in your local bouldering facility – you will need those things. But anyway: After all Alex had thrown at us, we were still standing, still moving, still checking of the last tasks (doing continuous push-ups for fifteen minutes at 6 AM – yeah, about as much fun as it sounds). I am happy to report that the whole team has made it through the night, but might have undergone the slightest bit of a change. Because even though the regular life may be boring from time to time, I will always enjoy every part of it if it leads me to exciting events like the Night Mission III.

 

What follows is the first review of one of the original participants from Night Mission II that I hosted in 2015 in Vienna. Enjoy the read!

Night Mission Beta

It’s 9 pm in Vienna, and we’re just standing around at Donauinsel. Would we’ve been aware that these were our last moments of idle rest for a long time, we probably would’ve enjoyed them more. After all five participants gathered, Alexandros looked us in the eye, smiled from cheek to cheek and proclaimed: “Night Mission Beta has officially started.” He briefed us on the mission’s toughness, encouraged us to drop out before we pass out. And then we ran into the dark.

On the one hand, I expected an adventure. Cities the size of Vienna burst with hidden corners and secret places. I knew Alexandros wanted to explore those with us. Secondly, I expected a challenge. Back then I was sleep-deprived from the start, so I knew this mission would push me to my limits. In both cases I was right. Especially as my physical limits got a good kick to the teeth.

The first surprise was the sheer lack of motorized transportation. We ran the city. Now I’ve always perceived Vienna as a mosaic of metro stops. Now I visited all these hotspots – Donauinsel, Stadtpark, Schottentor and others – by foot, and I saw Vienna as a whole, interconnected and fluid. This alone gave me a new feeling for my city. We made around 20km that night, jogging, walking, breathing, repeat. Alexandros didn’t want us to get cold or tired, and even though my body hated him for that at some point, I knew he was right. Too many breaks would’ve broken us. And with the challenges at hand, we couldn’t afford to go down.

The ~18 challenges demanded both physical and mental strength. I climbed walls in 8m height, with just the arms of our comrades as safety nets. I carried an 84kg man on Vienna’s most beautiful staircase, up and down. I stood on a railing, fell, got up again, fell, up, fell up, for 15 minutes all in all. And all that with my body wondering why the hell it wasn’t lying in my bed as usual in the middle of the night.

Towards the end, when we ran up a mountain, sleep deprivation almost got the better of me. My eyelids weighed tons. I slept for split-seconds while walking in an involuntary zig-zag, looking like a drunkard. All the time I knew I would pull through, and I felt Alexandros watchful eyes on me, ready to step in. But Jesus Christ was I tired. Going in there without sufficient sleep was my mistake. A Night Mission demands top-notch fitness.

We all were struggling at some point. But the group generated a force field of determination, which fuelledevery single one of our cells. With a healthy mixture of competition and support, we battled those weak moments we all had individually. And thus we achieved feats I would’ve deemed impossible otherwise. The Night Mission Beta was not so much a feat of strength as it was one of endurance. While I ran, jumped, balanced and carried, 95% of my brain was occupied with a simple mantra: “One more step. One more push-up. One more minute.”

But the other 5% were all like “Hell, I can’t wait until tomorrow when I grasp what I’ve achieved here.”

And indeed, when I woke up the next day, I was physically crushed to pieces – but my mind fired endorphins in all directions. I bathed in my glorious pain, knowing that’s how it feels when limits break.

We started at 9pm. At 6am I collapsed into my bed. 9 hours, 20 kilometers, 18 challenges, 6 warriors, 1 goal. The Night Mission Beta showed me the power of comradeship, it gave me a new perspective on my city. And I got a glimpse at the potential of body and mind. It’s an experience like no other. If you want to see how far you can push yourself, go for it. Just make sure to take a nap beforehand.